Bald ist dein Baby da, und die Einkaufsliste wird immer länger. Überall hörst du, was ein Neugeborenes angeblich alles braucht. Die gute Nachricht: In den ersten Wochen braucht dein Baby viel weniger, als du denkst.
Wichtig sind vor allem ein sicherer Schlafplatz, ein paar warme Kleider und genug Windeln. Dazu kommen Sachen fürs Stillen oder für den Schoppen. Und für die Heimfahrt aus dem Spital brauchst du eine Babyschale fürs Auto.
In diesem Ratgeber zur Baby Erstausstattung in der Schweiz zeigen wir dir, was du vor der Geburt kaufen solltest und was ruhig warten kann. Du erfährst, wie viele Bodys und Strampler sinnvoll sind, was ein Winterbaby zusätzlich braucht und mit welchen Kosten du rechnen musst.
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Baby Erstausstattung Checkliste zum Ausdrucken (PDF)
Unsere Checkliste fasst die ganze Erstausstattung auf zwei Seiten zusammen. Druck sie aus, häng sie an den Kühlschrank und hake ab, was du schon hast. So nutzt du sie gleichzeitig als Einkaufsliste für den nächsten Besuch im Babyfachgeschäft.
Das findest du in der Checkliste fürs Neugeborene:
- Alle Must-haves, sortiert nach Priorität: vor der Geburt, in den ersten Wochen und später
- Schlafplatz, Wickelplatz, Kleidung, Stillen oder Schoppen, Unterwegs und Baby-Apotheke
- Konkrete Mengen, zum Beispiel für Bodys, Strampler und Spucktücher
- Einen eigenen Block für Winterbabys
Gratis Checkliste: Baby-Erstausstattung zum Ausdrucken
2 Seiten, mit Extra-Block fürs Winterbaby. Ausdrucken, an den Kühlschrank hängen und abhaken.
Die Checkliste ist auf die Schweiz zugeschnitten, mit Schweizer Begriffen wie Nuscheli oder Schoppen. Im Artikel erklären wir dir zu jedem Punkt, worauf du achten solltest.
Was braucht ein Neugeborenes in den ersten Wochen wirklich?
Ein Neugeborenes braucht vor allem fünf Dinge: einen sicheren Schlafplatz, Kleidung, Windeln, Milch und einen sicheren Platz im Auto. Alles andere ist praktisch, aber nicht dringend.
Die Erstausstattung, oft auch Erstlingsausstattung genannt, umfasst alles, was dein Baby in den ersten Wochen nach der Geburt braucht. Bei drei Anschaffungen lohnt es sich, genauer hinzuschauen: beim Schlafplatz, bei der Babyschale und beim Wickelplatz. Hier geht es nicht um Geschmack, sondern um die Sicherheit deines Kindes. Bei Bodys, Decken oder Spielsachen darfst du dagegen ganz entspannt nach deinem Gefühl entscheiden.
Viele Eltern kaufen am Anfang zu viel. Später merken sie, dass einige Sachen nie benutzt werden. Kauf deshalb zuerst das Wichtigste und ergänze den Rest, wenn dein Baby da ist.
Baby Erstausstattung Liste: Die Must-haves nach Priorität
Nicht alles muss am Tag der Geburt bereitstehen. Am einfachsten teilst du die Neugeborenen-Erstausstattung in drei Gruppen ein: was du vor der Geburt brauchst, was in den ersten Wochen dazukommt und was warten kann.
| Vor der Geburt (Muss) | In den ersten Wochen | Später oder optional |
|---|---|---|
| Babyschale fürs Auto | Kinderwagen mit Babywanne | Babywippe |
| Babybett oder Beistellbett mit Matratze | Babytrage oder Tragetuch | Babyphone |
| 2 Schlafsäcke | Babybadewanne | Spielbogen und Krabbeldecke |
| Grundausstattung Kleidung | Stillkissen | Hochstuhl (ab etwa 6 Monaten) |
| Windeln und Feuchttücher | Wickeltasche | Reisebett |
| Wickelplatz mit Auflage | Fusssack (bei Winterbabys) | Mobile und Spieluhr |
| Spucktücher (Nuscheli) | ||
| Fieberthermometer |
Die erste Spalte ist dein Pflichtprogramm. Mit diesen Sachen bist du für die ersten Tage zu Hause gut vorbereitet. Die zweite Spalte kannst du in Ruhe ergänzen. Und bei der dritten Spalte lohnt es sich zu warten, bis du dein Baby besser kennst.
Ein Tipp: Viele Sachen aus der dritten Spalte bekommst du oft geschenkt. Schreib sie auf deine Wunschliste für Familie und Freunde.
Schlafplatz: Was gehört ins Babybett und was nicht?
Ins Babybett gehören nur eine feste Matratze, ein Spannbettlaken und dein Baby im Schlafsack. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU empfiehlt ausserdem, dein Baby immer auf den Rücken zu legen.
Kissen, Decken, Kuscheltiere und Nestchen haben im Bett nichts zu suchen. Dein Baby könnte sie über das Gesicht ziehen oder sich darin verheddern. Ein Mobile hängst du deshalb über das Bett, ausser Reichweite deines Kindes.
Babybett, Beistellbett oder Stubenwagen?
Alle drei sind für die ersten Wochen gut geeignet, solange sie stabil sind und eine passende Matratze haben. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie lange du sie nutzen kannst.
Ein Beistellbett steht direkt neben deinem Bett. So hast du dein Baby nachts ganz nah bei dir und kannst es stillen, ohne aufzustehen. Ein Stubenwagen ist klein und leicht zu verschieben, dein Baby wächst aber schnell heraus. Ein Babybett nutzt du dagegen über Jahre. Viele Modelle lassen sich später zum Kinderbett umbauen.
Du bist unsicher, was zu euch passt? In unserem Ratgeber Beistellbett oder Babybett vergleichen wir beide Varianten im Detail.
Matratze, Schlafsack und Bettwäsche
Die Babymatratze sollte fest sein. Liegt dein Baby einmal auf dem Bauch, darf sein Gesicht nicht einsinken. Kauf die Matratze am besten neu, auch wenn das Bett gebraucht ist.
Statt einer Decke trägt dein Baby einen Schlafsack. Darin bleibt es warm, und nichts kann über sein Gesicht rutschen. Plane zwei Schlafsäcke ein, damit du einen waschen kannst. Achte auf die richtige Grösse: Dein Baby darf nicht mit dem Kopf in den Schlafsack rutschen.
Für das Bett brauchst du ausserdem zwei bis drei Spannbettlaken und eine wasserdichte Matratzenauflage.
Wickeln und Baden: Was brauchst du am Wickelplatz?
Am Wickelplatz brauchst du eine weiche Wickelauflage, Windeln, Feuchttücher oder Waschlappen und eine Wundschutzcreme. Lege alles so hin, dass du es mit einer Hand erreichst. Ein Neugeborenes wickelst du oft sechs- bis achtmal am Tag, auch in der Nacht.
Wickelkommode oder Wickelaufsatz?
Eine Wickelkommode hat eine bequeme Arbeitshöhe und schont deinen Rücken. In den Schubladen hast du Windeln und Kleider direkt zur Hand. Hast du schon eine passende Kommode, reicht oft ein Wickelaufsatz. Diesen nimmst du nach der Wickelzeit einfach wieder ab.
Der Sturz vom Wickeltisch gehört zu den häufigsten Unfällen im ersten Lebensjahr. Die BFU gibt dazu drei einfache Tipps:
- Stell den Wickeltisch in eine Ecke.
- Schraub die Kommode an der Wand fest.
- Lass beim Wickeln immer eine Hand an deinem Baby, auch wenn es sich noch nicht drehen kann.
Für die Nacht ist ein kleines, gedimmtes Licht praktisch. So kannst du wickeln, ohne dass dein Baby ganz wach wird. Ein Windeleimer mit Deckel hält Gerüche im Zimmer klein.
Baden und Pflege
Zum Baden brauchst du eine Babybadewanne oder einen Badeeimer, ein Badethermometer, zwei Kapuzenbadetücher und einige weiche Waschlappen. Das Badewasser sollte etwa 36 bis 37 Grad warm sein.
Bei Pflegeprodukten gilt: weniger ist mehr. Gesunde Babyhaut braucht keine speziellen Cremes oder Puder. Eine Babynagelschere und eine weiche Babybürste ergänzen die Grundausstattung. Mehr Tipps zum ersten Bad findest du in unserem Ratgeber Baby baden.
Wie viel Babykleidung braucht ein Neugeborenes?
Für den Anfang reicht eine kleine Grundausstattung von etwa fünf Bodys, fünf Stramplern und zwei Schlafsäcken. Neugeborene wachsen schnell aus den ersten Grössen heraus. Ausserdem bekommst du zur Geburt meistens einige Kleider geschenkt.
Diese Kleider reichen für die ersten Wochen:
- 5 Bodys, je nach Jahreszeit kurz- oder langärmlig
- 5 Strampler
- 2 Jäckchen oder Westen
- 5 Paar Söckchen oder Strumpfhosen
- 2 Mützchen aus Baumwolle oder Wolle
- 5 bis 10 Spucktücher (Nuscheli)
- 2 Schlafsäcke
Welche Grösse für die Erstausstattung?
Die meisten Neugeborenen passen in Grösse 50 oder 56. Kauf nur wenige Teile in Grösse 50, da dein Baby schnell herauswächst. Ein paar Sachen in Grösse 62 sind sinnvoll, damit du nach einigen Wochen nicht gleich neu einkaufen musst.
Wähl am besten Wickelbodys mit Druckknöpfen. Diese musst du deinem Baby nicht über den Kopf ziehen. Strampler mit Knöpfen im Schritt sind beim Wickeln ebenfalls praktisch. Achte darauf, dass die Kleider weich sind und sich heiss waschen lassen.
Was braucht ein Sommerbaby?
Ein Sommerbaby braucht die gleiche Grundausstattung, nur in leichterer Form. Dazu kommen ein Sonnenhut mit Nackenschutz, ein dünner Sommerschlafsack und ein Sonnenschutz für den Kinderwagen. Im ersten Lebensjahr sollte dein Baby die direkte Sonne meiden, darauf weist die Krebsliga Schweiz hin. Schatten ist der beste Schutz.
Erstausstattung für Winterbabys: Was brauchst du zusätzlich?
Ein Winterbaby braucht die gleiche Grundausstattung wie jedes andere Baby, plus eine warme Schicht für draussen. Dazu gehören ein Overall oder Schneeanzug, ein Fusssack für den Kinderwagen, eine warme Mütze und Fäustlinge.
Kleidung für drinnen und draussen
Drinnen trägt dein Winterbaby fast das Gleiche wie im Sommer: Body, Strampler und Söckchen. Wolle oder Wolle-Seide hält warm und lässt die Haut trotzdem atmen. Für draussen ziehst du mehrere dünne Schichten an, statt einem dicken Teil. So kannst du schnell etwas ausziehen, wenn ihr in ein warmes Geschäft oder ins Tram kommt.
Diese Kleider kommen bei einem Winterbaby dazu:
- 1 Overall oder Schneeanzug
- 2 warme Mützen, die die Ohren bedecken
- 1 bis 2 Paar Fäustlinge
- 2 bis 3 Paar dickere Socken oder Strumpfhosen
- 1 bis 2 Strickjacken
- 2 Winterschlafsäcke
Ob deinem Baby warm genug ist, merkst du am Nacken. Fühlt er sich warm, aber nicht verschwitzt an, passt alles. Kalte Händchen sind bei Babys dagegen normal und kein Zeichen, dass es friert.
Im Kinderwagen: warm eingepackt unterwegs
Für Spaziergänge im Winter ist ein Fusssack fast unverzichtbar. Er passt in die Babywanne oder später in den Sportsitz und hält dein Baby von den Füssen bis zur Brust warm. Ein Regenschutz für den Kinderwagen schützt zusätzlich vor Wind, Regen und Schnee.
Im Auto: keine dicke Jacke in der Babyschale
In der Babyschale trägt dein Baby keinen dicken Overall und keine Winterjacke. Eine dicke Jacke drückt sich bei einem Aufprall zusammen, und der Gurt sitzt dann zu locker. Zieh deinem Baby im Auto deshalb nur normale Kleidung an und leg eine Decke oder einen passenden Fusssack für die Babyschale über den geschlossenen Gurt.
Schlafen im Winter
Auch im Winter schläft dein Baby im Schlafsack und ohne zusätzliche Decke. Wähl einen dickeren Winterschlafsack, statt die Heizung stark aufzudrehen oder mehrere Schichten anzuziehen. Zu viel Wärme ist für Babys nicht gut. Die BFU rät deshalb, Überhitzung im Bett zu vermeiden.
Stillen oder Schoppen: Was gehört zur Erstausstattung?
Wenn du stillst, brauchst du nur wenig: zwei bis drei Still-BHs, Stilleinlagen und eventuell ein Stillkissen. Für den Schoppen brauchst du etwas mehr Zubehör.
Für das Stillen
Ein Still-BH macht das Stillen bequemer. Stilleinlagen fangen auslaufende Milch auf, was am Anfang oft vorkommt. Eine Brustwarzensalbe hilft, wenn die Haut wund wird.
Ein Stillkissen ist kein Muss, aber für viele Mütter eine grosse Hilfe. Darauf liegt dein Baby in der richtigen Höhe, und deine Arme und dein Rücken werden entlastet. Eine Milchpumpe kaufst du erst, wenn du sie wirklich brauchst. Deine Hebamme berät dich gern dazu.
Für den Schoppen
Für den Schoppen brauchst du:
- 4 bis 6 Babyflaschen mit passenden Saugern
- Eine Flaschenbürste, die du nur für die Schoppen benutzt
- Säuglingsmilch, am besten nach Absprache mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt
- Eine Thermosflasche mit abgekochtem Wasser für unterwegs
Bereite den Schoppen genau nach der Anleitung auf der Packung zu. Wärme ihn nie in der Mikrowelle, da die Milch dort ungleich heiss wird. Bevor dein Baby trinkt, prüfst du die Temperatur an der Innenseite deines Handgelenks.
Einen Sterilisator brauchst du für ein gesundes Baby meist nicht. Laut den Empfehlungen von pädiatrie schweiz reicht es, Flasche und Sauger nach jedem Gebrauch gründlich zu reinigen, zu spülen und trocknen zu lassen. Auch ein Schoppenwärmer ist kein Muss: Ein warmes Wasserbad tut es genauso.
Unterwegs: Babyschale, Kinderwagen und Babytrage
Die Babyschale ist das einzige Teil, das du schon am Tag der Geburt sicher brauchst. Ohne sie darfst du dein Baby nicht mit dem Auto aus dem Spital nach Hause bringen. Kinderwagen und Babytrage kommen in den ersten Wochen dazu.
Babyschale: Welche Norm gilt in der Schweiz?
In der Schweiz müssen Kinder unter 12 Jahren, die kleiner als 150 Zentimeter sind, in einem passenden Kindersitz fahren. Laut BFU sind Sitze nach den Normen ECE R44/03, R44/04 oder R129 (i-Size) zugelassen. Du erkennst die Norm am orangen Prüfetikett am Sitz.
Für die Babyschale gelten drei einfache Regeln:
- Die Babyschale wird immer rückwärts montiert, am besten auf dem Rücksitz.
- Steht sie auf dem Beifahrersitz, muss der Frontairbag ausgeschaltet sein.
- Du wechselst in den nächsten Sitz, wenn der Kopf deines Babys über die Schale hinausragt, nicht nach Alter.
Mit einer Isofix-Basisstation klickst du die Babyschale einfach ins Auto ein. Wann der Wechsel zum nächsten Sitz ansteht, erklären wir im Übergangs-Guide von der Babyschale zum Reboarder. Alle Regeln für Kinder im Auto findest du in unserem Artikel zu den Kindersitz-Vorschriften in der Schweiz.
Kinderwagen: Kombi, Babywanne oder Reisesystem?
Ein Neugeborenes muss im Kinderwagen flach liegen. Dafür brauchst du eine Babywanne oder einen Kinderwagen mit Liegeposition. Ein Kombikinderwagen wächst mit: Am Anfang nutzt du die Babywanne, später den Sportsitz.
Bei Kombikinderwagen findest du oft diese Bezeichnungen:
- 2in1: Gestell, Babywanne und Sportsitz
- 3in1: dazu eine passende Babyschale fürs Auto
- 4in1: dazu auch die Isofix-Basis
Wichtiger als viele Extras ist, dass der Wagen zu deinem Alltag passt. Lässt sich der Schiebebügel auf deine Grösse einstellen? Passt der Wagen in deinen Kofferraum, ins Tram und in den Lift? Welcher Typ zu welchem Alltag passt, zeigen wir dir im Ratgeber Bester Kinderwagen Schweiz.
Bestell deinen Kinderwagen frühzeitig. Viele Modelle haben einige Wochen Lieferzeit.
Babytrage oder Tragetuch
Viele Babys fühlen sich am Anfang in der Trage besonders wohl, weil sie ganz nah bei dir sind. Dazu hast du beide Hände frei. Ob du eine Babytrage oder ein Tragetuch wählst, ist Geschmackssache.
Achte darauf, dass die Beine deines Babys in der Anhock-Spreiz-Haltung sitzen, also wie ein kleines M. Viele Eltern kaufen die Trage erst nach der Geburt, wenn sie sie mit ihrem Baby ausprobieren können. Mehr dazu liest du im Ratgeber Babytrage kaufen.
Für Ausflüge brauchst du ausserdem eine Wickeltasche mit Windeln, Feuchttüchern, einer Wickelunterlage und Wechselkleidung.
Was gehört in die Baby-Apotheke?
In die Baby-Apotheke gehören ein Fieberthermometer, ein Nasensauger, eine Wundschutzcreme und Vitamin-D-Tropfen. Damit bist du für die häufigsten kleinen Beschwerden gerüstet.
Diese Sachen sind sinnvoll:
- Fieberthermometer: Bei Babys unter 12 Monaten misst du die Temperatur im Po.
- Vitamin-D-Tropfen: Im ersten Lebensjahr werden täglich 400 Internationale Einheiten empfohlen. Die Dosierung besprichst du mit deiner Kinderärztin, deinem Kinderarzt oder der Hebamme.
- Nasensauger: hilft, wenn die kleine Nase verstopft ist.
- Wundschutzcreme: für einen wunden Po.
- Kirschkernkissen: wärmt sanft bei Bauchweh.
- Erste-Hilfe-Set mit Pflastern und Desinfektionsmittel.
Gib deinem Baby andere Medikamente nur nach Absprache mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt.
Wichtig: Bei Babys unter drei Monaten gilt eine Temperatur über 38 Grad als Fieber. Laut dem Kinderspital Zürich musst du dann sofort zur Ärztin oder zum Arzt, auch wenn dein Baby sonst munter wirkt.
Worauf kannst du bei der Erstausstattung verzichten?
Viele Sachen sehen schön aus, brauchst du in den ersten Wochen aber nicht. Hier kannst du ohne schlechtes Gewissen sparen:
- Nestchen, Kissen und Kuscheltiere im Bett: Sie gehören aus Sicherheitsgründen nicht ins Babybett.
- Sterilisator und Schoppenwärmer: Gründliches Reinigen und ein warmes Wasserbad reichen meist aus.
- Babyschuhe: Dein Baby läuft noch lange nicht.
- Viele Kleider in Grösse 50: Dein Baby wächst schnell heraus.
- Viel Spielzeug: Am Anfang reichen eine Rassel und eine Krabbeldecke.
- Deko fürs Kinderzimmer: Sie kann warten, bis du Zeit und Lust dazu hast.
Bei manchen Sachen kommt es auf euren Alltag an. Eine Babywippe ist zum Beispiel praktisch, wenn du duschen oder kochen und dein Baby dabei sehen möchtest. Ein Babyphone brauchst du nur, wenn dein Baby in einem anderen Raum schläft als du.
Was kostet eine Baby-Erstausstattung in der Schweiz?
Eine komplette Säuglingserstausstattung kostet in der Schweiz grob 4'000 Franken, wenn du alles neu kaufst. PostFinance kommt in ihrer Checkliste auf rund 3'900 Franken, familienleben.ch nennt etwa 4'000 Franken.
Diese Zahlen sind nur eine grobe Orientierung. Wie viel du wirklich ausgibst, hängt davon ab, was du geschenkt bekommst, was du gebraucht kaufst und welche Marken du wählst.
Neu oder gebraucht kaufen?
Viele Sachen kannst du gut gebraucht kaufen, zum Beispiel Kleidung, Babybadewanne, Wickelkommode oder Babywippe. Du findest sie im Brockenhaus, an Kinderbörsen oder auf Online-Marktplätzen.
Bei zwei Sachen solltest du vorsichtig sein:
- Matratze: Kauf sie am besten neu, auch für ein gebrauchtes Bett.
- Babyschale: Kauf eine gebrauchte Schale nur mit orangem Prüfetikett und nur, wenn du weisst, dass sie nie in einen Unfall verwickelt war.
Gibt es Unterstützung für die Erstausstattung?
In der Schweiz gibt es keine einheitliche Regel für Unterstützung bei der Erstausstattung. Es lohnt sich, früh bei deiner Wohngemeinde nachzufragen. Diese Stellen helfen dir weiter:
- Sozialdienst deiner Gemeinde: die erste Adresse, wenn das Geld nicht reicht.
- Mütter- und Väterberatung: kostenlos und in fast jeder Gemeinde erreichbar.
- Geburtszulage: Nur ein Teil der Kantone zahlt eine Geburtszulage. Ob dein Kanton dazugehört, erfährst du bei deiner Familienausgleichskasse.
- Budgetberatung Schweiz: berät Familien kostenlos zu Finanzfragen.
Die Budgetberatung Schweiz rät davon ab, für Kinderwagen oder Kinderzimmer einen Konsumkredit aufzunehmen. Die Zinsen belasten dein Budget über lange Zeit.
Wann solltest du die Erstausstattung kaufen?
Am besten hast du die Erstausstattung zwischen der 30. und 32. Schwangerschaftswoche komplett. Babys kommen selten genau am errechneten Termin, manche auch früher.
Grosse Sachen wie Kinderwagen, Babybett oder Wickelkommode bestellst du früher, etwa ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Viele Modelle haben einige Wochen Lieferzeit, und Möbel müssen noch aufgebaut werden. So hast du am Ende der Schwangerschaft Zeit für dich statt für Einkaufsstress.
Kleidung und Pflegeprodukte kannst du dagegen gut in den letzten Wochen besorgen. Erwartest du ein Winterbaby, plane die warmen Sachen wie Overall und Fusssack gleich mit ein. Wasch die Kleider vor dem ersten Tragen einmal, dann ist alles bereit.
Häufige Fragen zur Baby-Erstausstattung
Muss ich Babykleidung vor dem ersten Tragen waschen?
Ja. Wasch neue Babykleidung vor dem ersten Tragen mindestens einmal, so gehen Rückstände aus der Herstellung raus. Verzichte dabei auf Weichspüler und Waschmittel mit Duftstoffen, da Babyhaut sehr empfindlich ist.
Braucht mein Baby ein eigenes Zimmer?
Nein, am Anfang nicht. In den ersten Monaten schläft dein Baby am besten im eigenen Bett in deinem Schlafzimmer. Ein eigenes Kinderzimmer kannst du später in Ruhe einrichten. Ideen dafür findest du in unserem Ratgeber Babyzimmer einrichten.
Kinderwagen oder Babytrage: Brauche ich beides?
Die meisten Eltern nutzen beides. Der Kinderwagen ist ideal für längere Spaziergänge und Einkäufe, die Trage für kurze Wege, Treppen und das Tram. Wenn du dir unsicher bist, kauf zuerst den Kinderwagen und probier die Trage nach der Geburt aus.
Wie viele Windeln brauche ich für den Anfang?
Für den Start reichen ein bis zwei Packungen in Grösse 1. Kauf nicht zu viele auf Vorrat, da Neugeborene schnell in die nächste Grösse wechseln. Ob du Wegwerfwindeln oder Stoffwindeln nutzt, kannst du ganz nach deinem Gefühl entscheiden.