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Hochstühle & Tischsitze

Der erste Brei landet zur Hälfte im Gesicht und zur anderen auf dem Boden, und trotzdem greift dein Kind schon nach deinem Teller. Genau dafür ist der Hochstuhl da: Er bringt dein Kind auf Tischhöhe, mitten ins Familienessen, und lässt dir beide Hände frei für die eigene Mahlzeit. Welches Modell passt, hängt an zwei Fragen: Wie sicher sitzt dein Kind schon, und wie viel Platz hat euer Esstisch?

Bei Smart-Baby findest du Hochstühle in der Schweiz von Cybex, Nuna, Joie, Chicco, Coccolle, Graco, Lionelo und Safety 1st, vom leichten Klappmodell bis zum mitwachsenden Treppenhochstuhl aus Holz, der später als Kinderstuhl weiterlebt. Probier sie bei uns in Pratteln aus oder teste deinen 15 Tage zu Hause.

Zurücksetzen

Ab wann darf mein Baby in den Hochstuhl?

Nicht das Alter entscheidet, sondern die Sitzreife. Ein Hochstuhl nach der Norm DIN EN 14988 ist für Kinder gedacht, die eigenständig sitzen können, und das ist bei den meisten Babys um den sechsten Monat der Fall.

Woran du es erkennst: Dein Kind hält den Kopf stabil, sackt im Sitzen nicht zusammen und kann sich für kurze Zeit ohne Abstützen halten. Sackt es noch zur Seite, ist es zu früh, auch wenn der Stuhl mitwächst. Für die Zeit davor gibt es Modelle mit Liegefunktion oder mit einem Neugeboreneneinsatz, in dem dein Baby liegend am Tisch dabei ist. Ein starrer Sitz ohne Liegeposition ist mit vier Monaten für die meisten Babys noch zu früh.

Welche Arten von Hochstühlen gibt es?

Die Bauart entscheidet, wie lange du den Stuhl nutzt und wie viel Platz er braucht.

  • Der Treppenhochstuhl aus Holz hat verstellbare Sitz- und Fussplatte und wächst dadurch über Jahre mit. Er steht direkt am Esstisch und wird später oft zum normalen Kinderstuhl, manche Modelle tragen bis ins Erwachsenenalter.
  • Der Multifunktions- oder Klapphochstuhl aus Kunststoff bringt ein eigenes Tablett mit, ist gepolstert und lässt sich zusammenklappen. Ideal, wenn der Platz knapp ist oder der Stuhl oft den Raum wechselt. Die Nutzungsdauer liegt meist bei etwa drei Jahren.
  • Der Kombinationshochstuhl lässt sich umbauen, je nach Modell in Stuhl und Tisch oder mit aufsetzbarer Wippe für die ersten Monate.
  • Der Tischsitz wird direkt an der Tischplatte befestigt, wiegt wenig und passt in jede Tasche. Praktisch für unterwegs und im Restaurant, aber nur an stabilen Tischen mit passender Plattenstärke.

Holz oder Kunststoff: Was passt besser zu euch?

Beide Materialien haben klare Stärken, die Entscheidung hängt von Platz, Nutzungsdauer und Alltag ab.

Ein Holzstuhl ist schwer und dadurch sehr standfest, er integriert dein Kind ohne eigenes Tablett direkt am grossen Tisch und hält viele Jahre. Weil er ungepolstert ist, unterstützt er eine aufrechte Sitzhaltung, und die versiegelten Oberflächen lassen sich mit einem feuchten Tuch abwischen. Ein Kunststoffmodell ist leichter, meist gepolstert und oft mit Rollen versehen, sodass du es zwischen Küche und Wohnzimmer schieben kannst. Es lässt sich zusammenklappen, und Tablett wie Bezug sind schnell gereinigt. Wenn ihr wenig Platz habt oder der Stuhl mobil sein soll, ist Kunststoff praktischer. Wenn er möglichst lange bleiben soll, spielt Holz seine Stärke aus.

Warum ist die Fussstütze so wichtig?

Die Fussstütze wird beim Kauf oft übersehen, dabei entscheidet sie mit darüber, wie ruhig dein Kind am Tisch sitzt.

Hängen die Beine frei in der Luft, fehlt dem Körper der Halt von unten, und Kinder rutschen, zappeln oder verlieren schnell die Geduld. Eine Fussstütze, die zur Sitzhöhe passt, gibt den Füssen eine feste Auflage und dem Oberkörper dadurch Stabilität. Das hilft beim Sitzen und beim Essen selbst. Wichtig ist, dass sich die Stütze mit dem Wachstum verstellen lässt, nicht nur die Sitzfläche. Bei mitwachsenden Modellen prüfst du am besten regelmässig, ob beide Höhen noch zum Kind passen.

Wie lange darf ein Kind im Hochstuhl sitzen?

Ein Hochstuhl ist für die Dauer einer Mahlzeit gedacht, nicht als Aufenthaltsort für den Nachmittag.

Gerade am Anfang ist die Rückenmuskulatur noch nicht kräftig genug für langes Sitzen, deshalb empfehlen Fachleute in der ersten Zeit rund zwanzig Minuten am Stück. Danach wird das Kind unruhig, sackt zusammen oder beginnt sich hochzuschieben. Wächst dein Kind, verlängert sich die Zeit von selbst. Und unabhängig von der Dauer gilt: Ein Kind gehört im Hochstuhl nicht ohne Aufsicht, und der Gurt bleibt geschlossen, auch wenn es nur kurz ist.

Worauf solltest du beim Kauf achten?

Ein paar Merkmale entscheiden darüber, ob der Stuhl im Alltag überzeugt.

  • Gurtsystem: Ein 5-Punkt-Gurt hält aktive Kinder zuverlässiger im Sitz als ein 3-Punkt-Gurt. Ein Schrittgurt oder Bügel verhindert zusätzlich das Durchrutschen nach unten.
  • Stand: Weit ausgestellte Beine geben eine breite Basis. Prüf, ob der Stuhl auch dann stabil bleibt, wenn sich ein Kleinkind mit den Füssen vom Tisch abstösst.
  • Verstellbarkeit: Sitzfläche und Fussstütze sollten sich unabhängig voneinander anpassen lassen, sonst wächst der Stuhl nur halb mit.
  • Reinigung: Abnehmbare Tabletts, waschbare Bezüge und glatte Flächen ohne tiefe Ritzen sparen nach jeder Mahlzeit Zeit.
  • Platz: Miss vorher aus, wie viel Raum der Stuhl am Tisch braucht und ob er zusammengeklappt irgendwo hinpasst.

Häufig gestellte Fragen

Mein Kind rutscht im Hochstuhl nach unten durch, was hilft?

Ein Beckengurt allein reicht dafür oft nicht. Nötig ist etwas zwischen den Beinen, also ein Schrittgurt oder ein Bügel, der das Durchrutschen verhindert. Bei zierlichen Kindern hilft zusätzlich ein Sitzverkleinerer oder Polster, damit sie im Sitz nicht zu viel Spielraum haben.

Darf ich mein Baby in der Wippe oder Babyschale auf dem Hochstuhl füttern?

Nein. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder rät ausdrücklich davon ab, weil die Körperhaltung in der Schale nicht aufrecht genug ist und sich das Baby leichter verschlucken kann. Zum Zuschauen am Tisch ist der Aufsatz in Ordnung, gefüttert wird erst im aufrechten Sitz.

Wie viel Abstand sollte zwischen Hochstuhl und Esstisch bleiben?

in paar Zentimeter. Schiebst du den Stuhl ganz an die Tischkante, entsteht zwischen Tablett oder Bügel und Tischplatte eine Klemmstelle, in die Finger geraten können. Etwas Luft dazwischen löst das Problem, ohne dass dein Kind vom Tisch abrückt.

Mein Kind kommt gar nicht ans Tablett, woran liegt das?

Meist am Abstand zwischen Sitzfläche und Tablett. Ist er zu gross, sitzt das Kind zu tief und erreicht seinen Teller nicht, was das Selberessen bremst. Gute Modelle liegen bei etwa 17 bis 19 Zentimetern. Eine Alternative ist, das Tablett abzunehmen und den Stuhl direkt an den Familientisch zu schieben.

Ab wann kann der Sicherheitsbügel weg?

Meist zwischen dem 18. und 24. Monat, aber entscheidend ist nicht das Alter. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn dein Kind sich selbstständig auf den Stuhl setzen und wieder absteigen kann und dabei ruhig sitzen bleibt.

Welche Norm sollte ein Hochstuhl erfüllen?

Für Hochstühle gelten die Normen DIN EN 14988-1 und 14988-2. Sie decken Anforderungen an Stabilität, Rückhaltesystem und Verarbeitung ab. Achte beim Kauf auf einen entsprechenden Hinweis am Produkt.

Wie viel Gewicht hält ein Hochstuhl aus?

Leichte Klappmodelle aus Kunststoff sind häufig bis etwa 15 bis 18 Kilogramm ausgelegt, was ungefähr dem Kleinkindalter entspricht. Massive Holzstühle tragen deutlich mehr und lassen sich deshalb Jahre länger nutzen. Die genaue Angabe steht bei jedem Modell.

Wie reinige ich Holz und Polster richtig?

Für Holz genügt ein nebelfeuchtes Tuch, dauerhaft nass sollte es nicht werden, sonst quillt die Oberfläche auf. Polsterbezüge sind bei vielen Modellen abnehmbar und waschbar, Tabletts oft spülmaschinenfest. Wisch am besten direkt nach der Mahlzeit ab, dann trocknet nichts an.

Was passt sonst noch zum Essplatz und ins Babyzimmer?

Für die Zeit vor der Sitzreife findest du Modelle bei unseren Babywippen & Schaukeln. Die passenden Möbel fürs Zimmer gibt es bei den Babybetten und den Babyzimmer-Sets.